Alltagsmüll, angespült an der Küste des Neuen Jahres

Als Alltagsmüll kann man jene Belastungen begreifen, die aus den Umständen des Herrschaftsystems erwachsen und uns jeden Tag aufs Neue stören. Fernsehen verzerrt die Wahrnehmung, entrückt unsere Emotionen zu einer Pose. Gazetten lenken unsere Aufmerksamkeit von uns und unseren Bedürfnissen weg und stabilisieren damit die politische Unmündigkeit. Musik hat aufgehört geteilte Kultur zu sein und ist Business geworden. Einst als Mittel zur Geselligkeit genutzt, ist es heute im kapitalisierten Zustand, ein Mittel der Isolation und Verdummung, durch vom Leben und vom tatsächlichen Alltag entkoppelte Texte.

„Spiegel Online“ ist die Webausgabe vom Magazin „Der Spiegel“, welches seit 1947 erscheint. Es ist nach eigener Aussage ein „Nachrichtenmagazin“. Die Onlineausgabe wird von einer anderen Redaktion betrieben und existiert seit 1994. „Der Spiegel“ begegnet einem an allen Kiosken, Supermärkten, Wartezimmern. „Spiegel Online“ wird bei Google empfohlen, im Smartphone empfohlen und bei Youtube empfohlen. „Er gehört damit zu den am weitesten verbreiteten und am häufigsten gelesenen Kaufzeitschriften Deutschlands“. (mehr …)

Besprechung: „Was tun, wenn’s klemmt – Strategien gegen die Bewegungsstarre“ (2014)

„Wirklich entschlossen waren wir ohnehin nie“1

Im gonzo Verlag erschien 2014 in der Erstauflage das Pamphlet „Was tun, wenn’s klemmt – Strategien gegen die Bewegungsstarre“.
Als Urheberin zeichnet sich eine nicht näher benannte „Offensive Frühjahr Fünfundzwanzig“ verantwortlich. In der Publikation sind verschiedene Texte vereint, die scheinbar von verschiedenen, sich konspirativ gebenden Autoren verfasst wurden.
Das 70 Seiten umfassende Buch mittleren Formats ist übersichtlich gesetzt, kann aber weder ein Inhaltsverzeichnis, einen Anhang noch erklärende Fußnoten aufweisen.
Das „Gesicht“ des Werks, das Cover, ist von ineinander verschwommenen Grautönen bedeckt, die wiederum ein großer roter Stern und ein kleinerer schwarzer Stern ziert. Diese intern genutzten Erkennungsmerkmale der Autonomenszene stehen für den Versuch einer diffusen Allianz auf intellektueller Basis zwischen linken, also primär zentralistischen, jakobinisch-marxistischen Ideen in Rot und föderalistisch-liberalen Ideen, wie dem Anarchismus, in schwarz.
Nicht nur mit diesen Symbolen richtet sich das Werk ans Innere der Autonomenszene, sondern auch mit dem Ansinnen, welches im Titel geäußert wird, nämlich „Strategien gegen die Bewegungsstarre“ zu liefern.

Wie sehen diese „Strategien“ aus?wtwk

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Reihe Kiosk 2: Wealthy Whiners – Das „Shift“-Magazin

hippsters totenkopfIm Herbst 2015 erschien das zweite Heft von „Shift“ in den Kiosken der Republik und ich warf einen Blick nicht nur darauf, sondern auch hinein.

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